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5 Kennzahlen aus der BWA, die die Geschäftsführung kennen sollte

Welche fünf Kennzahlen aus der monatlichen BWA wirklich zählen – Rohertragsmarge, Materialquote, Personalkostenquote, Betriebsergebnismarge und Liquidität – mit Faustregeln zum Einordnen.

Datenbrücke · 30. Juli 2026

Die monatliche BWA liefert Dutzende Zahlen – aber für die Steuerung zählen wenige. Wer als Geschäftsführung diese fünf im Blick hat, erkennt früh, ob das Geschäft trägt. Wie eine BWA grundsätzlich aufgebaut ist, lesen Sie in DATEV-BWA lesen und verstehen; hier geht es um die Kennzahlen, die zählen.

1. Rohertrag & Rohertragsmarge

Der Rohertrag ist die Gesamtleistung minus dem direkten Wareneinsatz bzw. Materialaufwand – die eigentliche Wertschöpfung. Als Marge (in Prozent der Gesamtleistung) zeigt er, wie viel nach den direkten Kosten übrig bleibt, um alles Weitere zu decken.

Faustregel: Wächst der Umsatz, aber die Rohertragsmarge sinkt, steigen die Einsatzkosten überproportional – ein Frühwarnsignal.

2. Materialaufwands- / Wareneinsatzquote

Der Kehrwert zur Rohertragsmarge: Wie viel Prozent der Leistung fließt in Material und Wareneinsatz? Diese Quote macht Preis- und Einkaufseffekte sichtbar, bevor sie das Ergebnis erreichen.

3. Personalkostenquote

Personal ist in vielen Unternehmen der größte Kostenblock. Die Personalkostenquote (Personalkosten in Prozent der Gesamtleistung) zeigt, ob das Wachstum die Personalkosten trägt – oder ob die Kosten schneller steigen als die Leistung.

4. Betriebsergebnis & Betriebsergebnismarge

Das Betriebsergebnis ist das Ergebnis aus dem eigentlichen Geschäft – vor neutralen, finanziellen und steuerlichen Posten. Als Marge ist es der ehrlichste Blick auf die operative Stärke, weil Einmaleffekte ausgeblendet sind.

5. Liquidität

Ertrag ist nicht gleich Cash. Ein Blick auf die kurzfristige Zahlungsfähigkeit (liquide Mittel plus kurzfristige Forderungen gegen kurzfristige Verbindlichkeiten) gehört auf jedes Cockpit – denn Unternehmen scheitern an fehlender Liquidität, nicht an fehlendem Gewinn.

Der eigentliche Trick: Relationen

Alle fünf Kennzahlen sagen allein wenig. Aussagekraft entsteht durch Vergleich: gegen den Vorjahresmonat, gegen den Plan (Soll-Ist) und kumuliert übers Jahr. Erst dann wird aus einer Zahl eine Erkenntnis.


Die Datenbrücke bereitet genau diese Kennzahlen automatisch aus Ihren DATEV-Zahlen auf – als Dashboard für die Geschäftsführung, mit Vorjahres- und Soll-Ist-Vergleich und auf Wunsch einem KI-Kommentar, der die Zahlen einordnet. Mehr dazu unter Auswertungen.

Häufige Fragen

Welche BWA-Kennzahl ist die wichtigste?

Für die meisten Unternehmen der Rohertrag bzw. die Rohertragsmarge – sie zeigt, wie viel nach dem direkten Wareneinsatz übrig bleibt und ist die Basis, aus der alle weiteren Kosten gedeckt werden.

Was ist eine gute Rohertragsmarge?

Das hängt stark von der Branche ab – Handel liegt oft niedriger als Dienstleistung. Entscheidend ist weniger der absolute Wert als die Entwicklung: gegen den Vorjahresmonat und gegen den Plan.

Reicht die BWA für die Steuerung?

Als schneller Monatsblick ja. Für belastbare Aussagen sollte man die Kennzahlen in Relation lesen (Vorjahr, Plan, in Prozent der Gesamtleistung) und die Datenqualität prüfen – etwa nicht zugeordnete Konten.

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