DATEV- & Finanz-Glossar
Die wichtigsten Begriffe rund um DATEV, Buchhaltung und Controlling – kurz, verständlich und zum Nachschlagen.
Bilanz
Stichtagsübersicht von Vermögen (Aktiva) und Kapital (Passiva) — was das Unternehmen besitzt und schuldet.
Die Bilanz stellt zu einem Stichtag Aktiva (Anlage- und Umlaufvermögen) und Passiva (Eigen- und Fremdkapital) gegenüber; beide Seiten sind gleich hoch. Anders als die GuV ist sie eine Momentaufnahme, keine Zeitraum-Rechnung. Die Datenbrücke stellt Bilanzpositionen mandantengenau dar.
Buchung / Buchungssatz
Ein Geschäftsvorfall als Soll-an-Haben erfasst — die Grundeinheit der doppelten Buchführung.
Ein Buchungssatz verbucht jeden Vorgang gleichzeitig im Soll eines Kontos und im Haben eines anderen (doppelte Buchführung). Aus der Summe aller Buchungen entstehen Salden, SuSa, BWA und Bilanz. Die Datenbrücke wertet Buchungen aus, verändert sie aber nie.
BWA (Betriebswirtschaftliche Auswertung)
Monatliche Kurzübersicht über Erlöse, Kosten und Ergebnis — der schnellste Blick auf die Ertragslage.
Die BWA fasst die laufende Buchhaltung eines Zeitraums zu Erlösen, Kostenarten und einem vorläufigen Ergebnis zusammen. Sie zeigt die Ertragslage unterjährig, noch bevor ein Jahresabschluss vorliegt. In der Datenbrücke ist die BWA die Grundlage von Dashboard-Kennzahlen und Budgetplanung.
Daten-Sicht (RLS, Row-Level-Security)
Regelt zeilengenau, welche Mandanten und Bereiche ein einzelner Nutzer sehen darf — jeder sieht nur seinen erlaubten Ausschnitt.
Die Daten-Sicht filtert Auswertungen pro Nutzer: Dashboard, Berichte und KI-Antworten zeigen nur die freigegebenen Mandanten und Kostenstellen. So arbeiten mehrere Personen an denselben Daten, ohne mehr zu sehen, als sie dürfen. Eingerichtet wird das je Mitglied unter Team & Rechte.
DATEV
Genossenschaftliche Software-Plattform, über die Steuerberater und Unternehmen in Deutschland ihre Buchhaltung führen.
DATEV ist der Standard für Finanzbuchhaltung, Lohn und Steuern im deutschen Mittelstand — betrieben von der DATEV eG in Nürnberg. Buchungen, Kontenrahmen und Auswertungen folgen DATEV-Konventionen. Die Datenbrücke holt diese Zahlen aus DATEV und bereitet sie als Dashboard, Berichte und Planung auf.
Debitor
Ein Kunde als Schuldner — sein Konto führt, was er dir für Lieferungen und Leistungen noch schuldet.
Debitoren sind Kunden, gegen die Forderungen bestehen. Jeder Debitor hat ein eigenes Konto, dessen Saldo die offene Forderung zeigt. In Auswertungen erscheint eine offene Forderung als Guthaben zu deinen Gunsten.
DuPont-Analyse
Zerlegung der Eigenkapitalrendite (ROE) in Marge × Kapitalumschlag × Verschuldungsgrad — zeigt, woher die Rendite kommt.
Die DuPont-Analyse erklärt die Eigenkapitalrendite als Produkt aus Umsatzrendite, Kapitalumschlag und Verschuldungsgrad. So wird sichtbar, ob Rendite aus Marge, aus Effizienz oder aus Hebelwirkung entsteht. Die KI-Analytik der Datenbrücke nutzt diese Zerlegung, um Dashboard-Kennzahlen einzuordnen.
GuV (Gewinn- und Verlustrechnung)
Gegenüberstellung von Erträgen und Aufwendungen eines Zeitraums — sie ergibt den Gewinn oder Verlust.
Die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt für einen Zeitraum alle Erträge und Aufwendungen und schließt mit dem Periodenergebnis. Sie ist die zeitraumbezogene Ergänzung zur stichtagsbezogenen Bilanz. Die BWA ist im Kern eine unterjährige, verdichtete GuV-Sicht.
Intercompany-Abstimmung (IC)
Abgleich von Geschäften zwischen verbundenen Unternehmen, damit sich Forderung und Verbindlichkeit beider Seiten spiegeln.
Bei Intercompany-Geschäften muss die Forderung des einen Unternehmens der Verbindlichkeit des anderen entsprechen. Die IC-Abstimmung findet Differenzen (Betrag, fehlende Gegenbuchung) und macht sie klärbar. In der Datenbrücke läuft das über eine universelle Engine mit mandantenspezifischen Adaptern.
Konto / Kontonummer
Nummerierter Sammelposten für gleichartige Buchungen (z. B. „Umsatzerlöse") — die kleinste Auswertungseinheit.
Jede Buchung landet auf einem Konto, das durch seine Nummer im Kontenrahmen eine feste Bedeutung hat. Sach-, Debitoren- und Kreditorenkonten werden getrennt geführt. Die Länge der Kontonummer ist mandantenabhängig und in den Einstellungen der Datenbrücke hinterlegt.
Kostenstelle (KOST1)
Bereich, dem Kosten und Erlöse zugeordnet werden (z. B. Filiale, Abteilung) — für Auswertung nach Verantwortung.
Eine Kostenstelle (in DATEV KOST1) beantwortet die Frage „wo sind die Kosten entstanden?" — etwa je Standort oder Team. So lässt sich das Ergebnis nicht nur fürs Ganze, sondern je Bereich zeigen. Die Datenbrücke stellt Top-Kostenstellen im Dashboard dar, RLS-gefiltert je Nutzer.
Kostenträger (KOST2)
Objekt, das Kosten „trägt" (z. B. Projekt, Auftrag, Produkt) — beantwortet „wofür sind die Kosten entstanden?".
Der Kostenträger (in DATEV KOST2) ordnet Kosten und Erlöse einem Projekt, Auftrag oder Produkt zu. Zusammen mit der Kostenstelle (KOST1) erlaubt er eine zweidimensionale Auswertung — nach Ort und nach Zweck. Nicht jeder Mandant nutzt KOST2.
Kreditor
Ein Lieferant als Gläubiger — sein Konto führt, was du ihm für Lieferungen und Leistungen noch schuldest.
Kreditoren sind Lieferanten, denen gegenüber Verbindlichkeiten bestehen. Jeder Kreditor hat ein eigenes Konto, dessen Saldo die offene Verbindlichkeit zeigt. Kreditoren-OPs sind die Gegenseite zu den Debitoren-OPs.
Liquidität
Die Fähigkeit, fällige Zahlungen fristgerecht zu leisten — kurz: ob genug Geld zur richtigen Zeit da ist.
Liquidität misst, ob verfügbare Mittel die fälligen Verbindlichkeiten decken. Offene Posten mit ihren Fälligkeiten sind dafür die zentrale Datenquelle. Die Datenbrücke leitet aus Forderungen und Verbindlichkeiten eine Liquiditätssicht ab.
Mandant
Ein einzelnes Unternehmen (bzw. dessen Buchhaltung) innerhalb der Datenbrücke — die oberste Trennlinie deiner Daten.
Ein Mandant ist die abgeschlossene Buchhaltung genau eines Unternehmens. Steuerberater verwalten viele Mandanten nebeneinander. In der Datenbrücke sind Daten strikt je Mandant getrennt, und die Daten-Sicht (RLS) entscheidet, welche Mandanten ein Nutzer überhaupt sieht.
Offene Posten (OP)
Rechnungen, die noch nicht bezahlt sind — offene Forderungen an Kunden oder Verbindlichkeiten an Lieferanten.
Offene Posten sind gebuchte, aber noch nicht ausgeglichene Rechnungen. Forderungen (Debitoren) sind Geld, das dir Kunden schulden; Verbindlichkeiten (Kreditoren) schuldest du Lieferanten. Die Datenbrücke wertet ausschließlich die noch offenen Posten aus — für Liquiditäts- und Fälligkeitssichten.
Saldenvortrag
Der Endsaldo eines Kontos aus dem Vorjahr, der als Startwert ins neue Wirtschaftsjahr übernommen wird.
Beim Jahreswechsel werden Bestandskonten (Bilanzkonten) mit ihrem Schlusssaldo ins neue Jahr vorgetragen; Erfolgskonten (GuV) starten bei null. Ohne korrekten Saldenvortrag stimmen Bilanz und OP-Bestände zu Jahresbeginn nicht. Die Datenbrücke berücksichtigt Vorträge in Zeitraum-Auswertungen.
SKR (Standardkontenrahmen, z. B. SKR03/SKR04)
DATEV-Nummernsystem, das jedem Geschäftsvorfall ein festes Konto zuordnet — Basis für vergleichbare Auswertungen.
Ein Standardkontenrahmen legt fest, welche Kontonummer für welche Art von Buchung gilt. Die verbreitetsten sind SKR03 (prozessgegliedert) und SKR04 (abschlussgegliedert). Weil alle Mandanten demselben Schema folgen, kann die Datenbrücke Konten automatisch den richtigen BWA- und Bilanzzeilen zuordnen.
SuSa (Summen- und Saldenliste)
Liste aller Konten mit ihren Summen und Salden für einen Zeitraum — die Rohbasis jeder Auswertung.
Die Summen- und Saldenliste zeigt je Konto die Soll- und Haben-Summen sowie den resultierenden Saldo. Aus ihr lassen sich BWA und Bilanz ableiten. In der Lite-Variante der Datenbrücke füllt ein SuSa-Upload direkt das Dashboard, ohne Datenbank-Anbindung.
Wirtschaftsjahr / Geschäftsjahr
Der zwölfmonatige Zeitraum, für den ein Unternehmen seinen Abschluss erstellt — meist, aber nicht immer das Kalenderjahr.
Das Wirtschaftsjahr ist der Bezugsrahmen für BWA, GuV und Jahresabschluss. Häufig deckt es sich mit dem Kalenderjahr, kann aber abweichen (z. B. 1.7.–30.6.). Zeitraum-Filter in der Datenbrücke orientieren sich am Wirtschaftsjahr des Mandanten.
Tiefer einsteigen? Im Wissensbereich erklären wir BWA, Kontenrahmen und Controlling ausführlich – oder sehen Sie sich an, wie die Datenbrücke das automatisiert.