Summen- und Saldenliste (SuSa): Aufbau, Nutzen und Export nach Excel
Was die Summen- und Saldenliste zeigt, wie sie sich von der BWA unterscheidet, wofür man sie braucht und wie man die SuSa aus DATEV nach Excel bekommt.
Die Summen- und Saldenliste (SuSa) ist eines der wichtigsten und zugleich unauffälligsten Dokumente der Buchhaltung. Sie ist die Rohbasis, aus der Auswertungen wie BWA und Bilanz überhaupt erst entstehen. Dieser Beitrag erklärt Aufbau, Nutzen und den Weg nach Excel.
Was die SuSa zeigt
Die SuSa fasst für einen gewählten Zeitraum jedes Konto in wenigen Werten zusammen:
- Kontonummer und Bezeichnung – welches Konto,
- Eröffnungsbilanzwert (EB) – der Startwert zu Beginn des Wirtschaftsjahres (bei Bestandskonten),
- Soll- und Haben-Summen – die Bewegungen (Verkehrszahlen) des Zeitraums,
- Saldo – der Netto-Stand des Kontos, meist kumuliert bis zum Stichtag.
Damit ist die SuSa eine kontogenaue, aber unstrukturierte Sicht: Sie zeigt alles, sortiert nach Konten – ohne betriebswirtschaftliche Verdichtung.
SuSa, BWA und Bilanz – wie sie zusammenhängen
Der Weg von der einzelnen Buchung zur Auswertung führt immer über die SuSa:
- Buchungen erfassen jeden Geschäftsvorfall (Soll an Haben).
- Die SuSa verdichtet alle Buchungen je Konto zu Summen und Saldo.
- Über den Kontenrahmen (SKR) werden die Konten zu Auswertungszeilen zusammengefasst – daraus entstehen BWA und Bilanz.
Deshalb ist die SuSa das erste, worauf man schaut, wenn eine BWA-Zahl unplausibel ist: Fehlt ein Betrag in der BWA, liegt es fast immer an einem Konto in der SuSa, das keiner Auswertungszeile zugeordnet ist.
Die SuSa nach Excel bringen
Für eigene Analysen – Pivot-Tabellen, Abgleiche, individuelle Berichte – ist Excel oft das Ziel. Dafür gibt es zwei Wege:
- Manueller Export aus DATEV: Die Summen- und Saldenliste lässt sich als Excel-/CSV-Datei exportieren und weiterverarbeiten.
- Automatisierte Datenbasis: Statt jeden Monat neu zu exportieren, kann die SuSa direkt und fortlaufend als aktuelle Datenbasis bereitstehen, mit der sich Excel per Power Query verbindet.
Der zweite Weg spart das monatliche Abtippen und hält die Zahlen aktuell.
Und in der Praxis?
Die Datenbrücke stellt Ihre DATEV-Daten – inklusive der SuSa-Ebene – als saubere, automatisch aktualisierte Datenbasis bereit. Excel und Power BI verbinden sich direkt damit, Auswertungen entstehen ohne manuellen Export.
Häufige Fragen
+ Was ist eine Summen- und Saldenliste?
Die Summen- und Saldenliste (SuSa) listet für einen Zeitraum je Konto die Soll- und Haben-Summen sowie den Saldo auf. Sie ist die verdichtete, kontogenaue Rohbasis, aus der Auswertungen wie BWA und Bilanz entstehen.
+ Was ist der Unterschied zwischen SuSa und BWA?
Die SuSa ist kontogenau und unstrukturiert – sie zeigt jedes Konto mit seinen Summen und dem Saldo. Die BWA ist die betriebswirtschaftlich verdichtete Sicht: Sie fasst dieselben Konten über den Kontenrahmen zu Zeilen wie Rohertrag oder Betriebsergebnis zusammen. Die SuSa ist damit die Brücke von der Buchung zur Auswertung.
+ Wie exportiere ich die SuSa nach Excel?
DATEV bietet einen Export der Summen- und Saldenliste (u. a. als Excel/CSV). Alternativ greifen Werkzeuge direkt auf die DATEV-Daten zu und stellen die SuSa fortlaufend und automatisch aktualisiert in Excel oder als Datenbasis bereit – ohne manuellen Export.
+ Wofür braucht man die Summen- und Saldenliste?
Vor allem für Kontrolle und Plausibilität: Kontenabgleich, Prüfung vor dem Abschluss, Nachvollziehen einzelner Salden und als Ausgangspunkt für eigene Auswertungen. Wer eine BWA-Zahl hinterfragt, landet fast immer in der SuSa.