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Automatikkonto in DATEV: Was es ist und worauf Sie achten müssen

Was ein Automatikkonto ist, wie die automatische Steuerbuchung funktioniert, woran Sie Automatikkonten erkennen und welche Fallstricke es gibt.

Datenbrücke · 30. Juli 2026

Wer in DATEV bucht, stößt schnell auf Automatikkonten – oft ohne es zu merken. Sie nehmen Arbeit ab und verhindern Fehler, können aber irritieren, wenn man ihre Logik nicht kennt. Dieser Beitrag erklärt, was dahintersteckt.

Was ein Automatikkonto ist

Ein Automatikkonto ist ein Sachkonto, bei dem im Kontenrahmen bereits ein Steuerschlüssel fest hinterlegt ist. Beim Buchen auf dieses Konto wird die zugehörige Umsatz- oder Vorsteuer automatisch mitgebucht – ohne dass man den Steuersatz manuell angeben muss.

Das Gegenstück ist ein „normales" Konto ohne hinterlegten Steuerschlüssel: Dort muss die Steuer aktiv über einen Steuerschlüssel erfasst werden.

Ein Beispiel

Ein Erlöskonto ist im Standardkontenrahmen häufig mit einem festen Steuersatz angelegt – etwa „Erlöse 19 % USt". Bucht man einen Umsatz auf dieses Konto, bucht DATEV die 19 % Umsatzsteuer automatisch mit. Man muss den Steuerschlüssel nicht kennen; er steckt im Konto.

Welche Kontonummer welchen Steuersatz automatisch bucht, hängt vom verwendeten Kontenrahmen (SKR03/SKR04) ab.

Warum das sinnvoll ist

  • Weniger Fehler: Der richtige Steuersatz ist am Konto hinterlegt – er kann nicht vergessen oder falsch gewählt werden.
  • Konsistenz: Gleiche Sachverhalte werden immer gleich gebucht, was Auswertungen und Voranmeldungen verlässlicher macht.
  • Tempo: Weniger Eingaben je Buchung.

Der Fallstrick

Weil der Steuerschlüssel fest im Konto sitzt, lässt er sich beim Buchen normalerweise nicht einfach überschreiben – genau das ist gewollt. Braucht ein Geschäftsvorfall ausnahmsweise eine andere steuerliche Behandlung, muss die Automatik gezielt aufgehoben werden. Das sollte bewusst und nachvollziehbar geschehen; unbedachte Umgehungen führen zu falschen Steuerbeträgen.

Ein guter Reflex: Wenn eine Buchung Steuer „von selbst" bucht, handelt es sich um ein Automatikkonto – und man arbeitet mit statt gegen die hinterlegte Logik.

Bezug zur Auswertung

Automatikkonten sorgen dafür, dass Erlöse und Aufwände steuerlich sauber getrennt in der Summen- und Saldenliste landen – und darüber korrekt in BWA und Voranmeldung. Eine saubere Kontierung ist damit die Grundlage belastbarer Auswertungen.

Häufige Fragen

Was ist ein Automatikkonto?

Ein Automatikkonto ist ein Sachkonto, bei dem im Kontenrahmen bereits ein Steuerschlüssel hinterlegt ist. Beim Buchen wird die zugehörige Umsatz- oder Vorsteuer automatisch mitgebucht – ein manueller Steuerschlüssel ist nicht nötig.

Können Sie ein Beispiel nennen?

Ein typisches Beispiel ist ein Erlöskonto mit fest hinterlegtem Umsatzsteuersatz – etwa „Erlöse 19 % USt“. Wer auf dieses Konto bucht, muss den Steuersatz nicht separat angeben; DATEV bucht die 19 % Umsatzsteuer automatisch.

Kann ich bei einem Automatikkonto den Steuerschlüssel ändern?

In der Regel nicht – genau das ist der Sinn: gleiche Sachverhalte werden konsistent gebucht. Für begründete Sonderfälle lässt sich die Automatik gezielt aufheben; das sollte bewusst und dokumentiert geschehen, um Fehler zu vermeiden.

Woran erkenne ich ein Automatikkonto?

Automatikkonten sind im Kontenrahmen entsprechend gekennzeichnet, und ihre Bezeichnung nennt meist den Steuersatz (z. B. „19 % USt“). Bucht ein Konto Steuer, obwohl Sie keinen Steuerschlüssel angegeben haben, ist es ein Automatikkonto.

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